Beim Fachseminar „So kommen Ihre Projekte ins Ziel – trotz UVP-G“ am 14. März 2016 am neueröffneten Klagenfurter Standort von Eisenberger & Herzog drehte sich alles um den richtigen Umgang mit der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Fast 40 Personen waren gekommen, um mehr über das Thema zu erfahren, das jeden betreffen kann – egal ob Projektwerber oder Nachbar.

So schilderte Herr DI Oliver Zobernig von GEP Global Energy Partners GmbH aus Sicht eines Projektwerbers, wie das UVP-G – auch bei an sich nicht UVP-pflichtigen Vorhaben – Verfahren verzögern kann. Denn selbst bei Kleinanlagen, die weit unter den Schwellenwerten liegen, dauere das Verfahren nunmehr bereits mehrere Jahre. Dr. Daniel Bogner und DI Jürgen Petutschnig, beide Geschäftsführer der eb&p Umweltbüro GmbH, stellten die fachlichen Voraussetzungen an UVP-Verfahren vor und gaben Tipps für die Aufbereitung der Einreichunterlagen sowie zur mustergültigen Vorbereitung des Verfahrens. Von der auf Umweltrecht und UVP-Verfahren spezialisierten Rechtsanwältin Dr. Tatjana Dworak, Standortleiterin von Eisenberger & Herzog Klagenfurt, erfuhren die TeilnehmerInnen mehr über die rechtlichen Grundlagen, die Rechtsprechung des EuGH und die Auswirkungen der kürzlich beschlossenen Novelle auf UVP-Verfahren.

Anwesend war auch Frau Gruber, „Anlassfall“ der wegweisenden Entscheidung des EuGH betreffend den Wegfall der Bindungswirkung von UVP-Feststellungsbescheiden für Nachbarn. Aufgrund dieser Entscheidung hat der Gesetzgeber Nachbarn Parteistellung im Feststellungsverfahren eingeräumt. Nach den Vorträgen entwickelte sich eine angeregte Publikumsdiskussion zwischen den anwesenden Behördenvertretern, Unternehmern und Nachbarn, die natürlich jeweils unterschiedliche Interessenslagen vertraten.

Lesen Sie auch das Interview mit Dr. Tatjana Dworak in der Kleinen Zeitung vom 14.3.2016. Ihren UVP-G-Vortrag gibt es hier als PDF-Download.

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