Eine Mitstudentin hatte mir aufgrund eigener, sehr positiver, Erfahrungen nahegelegt, mich ebenfalls für ein Praktikumsmonat bei Eisenberger & Herzog zu bewerben. Mit kurzer Verspätung, die ihre Ursache in meinem Auslandssemester in England findet, trat ich das Praktikum mit hohen Erwartungen an. Zu Recht, wie sich herausstellen sollte.

Am ersten Tag wurden von Frau Frencl organisatorische Fragen geduldig beantwortet und geklärt, im Anschluss erfolgte eine Kanzleiführung, bei der es Gelegenheit gab, alle Mitarbeiter kurz kennen zu lernen. Nach der Erledigung diverser Formalismen wurden wir zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Bereits ab diesem Zeitpunkt wurde uns große Wertschätzung und Freundlichkeit entgegen gebracht; ein Miteinander auf Augenhöhe. Die letzten Zweifel und Ängste vor einem „Kaffee-koch-und-kopier-Praktikum“ waren ausgeräumt.

Im Anschluss gab es für alle die ersten Arbeitsaufträge. In meinem Fall handelte es sich um eine Recherche zum Konsumentenschutzgesetz. Unmögliches wird also nicht verlangt, obwohl, vorausgesetzt die Qualität der Arbeit entspricht, sich die Anforderungen und Schwierigkeit der Aufträge schnell und auch stark steigern können. So bereitete ich im Laufe des Monats unter anderem Anträge an das Firmenbuchgericht vor, recherchierte in mir völlig neuen Materiengesetzen, half bei der Aufsetzung von Kreditverträgen, führte Protokoll bei einer englischen Telefonkonferenz, oder fasste ein Schiedsurteil in englischer Sprache zusammen. Selten aber doch war sogenannte Knochenarbeit gefragt. Sie wurde aber häufig mit Konzipienten erledigt, daher wurde man konsequenterweise nicht besser behandelt als alle anderen Mitarbeiter. Im Bewusstsein, dass solchen Aufträgen wieder sehr spannende Aufgaben folgen werden, lassen sich auch solche Aufgaben mit hoher Motivation angehen.

Wichtig war mir persönlich vor allem, einen guten Einblick in die internen Abläufe einer großen Kanzlei zu gewinnen, in diesem Monat auch einen wertvollen Arbeitsbeitrag für die Kanzlei zu leisten, und gewichtiges und konstruktives Feedback meiner Vorgesetzten zu erhalten. All diese Aspekte wurden von diesem Praktikum in sehr hohem Maße erfüllt, so dass ich letzten Endes mit einer sehr positiven Einstellung mein Monat in der Arbeitswelt beendete, um zurückzukehren in eine nun etwas theoretisch erscheinende Universitätswelt.

Jedenfalls hat mir das Praktikum bei Eisenberger & Herzog große Arbeitslust und Motivation eingeimpft. Ich blicke meiner Konzipientenzeit nun auch mit großer Freude und Erwartungen entgegen.
Zuletzt möchte ich noch das ausgezeichnete Betriebsklima des Unternehmens hervorstreichen. Obwohl sehr viel gearbeitet wird, und das regelmäßig unter Terminstress, nimmt man sich auch für Menschliches Zeit. Der Umgangston ist immer sehr freundlich und geprägt von Authentizität. So fühlt man sich in der Umgebung sehr gut aufgehoben, was die Erbringung von guten Leistungen sehr erleichtert.