Angesichts der großen Zahl sehr positiver Praktikumsberichte und der guten Bewertungen der Kanzlei hegte auch ich recht große Erwartungen, und ich kann guten Gewissens sagen, dass meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen wurden.

Ich wurde bei Eisenberger & Herzog sehr freundlich empfangen und war vom ersten Tag an Teil des Teams. Generell empfand ich das Betriebsklima in der Kanzlei als sehr gut. Mein Tutor, Herr Dr. Liedermann, hatte stets ein offenes Ohr für Fragen und ließ mich immer Einblick in seine Arbeit nehmen. Deshalb möchte ich mich bei ihm besonders bedanken.

Ich war der Praxisgruppe Banking & Finance zugeteilt, habe aber auch in der Praxisgruppe Corporate mitgeholfen. Die Zusammenarbeit zwischen den Gruppen läuft dabei sehr gut. Dass man als Praktikant einer bestimmten Praxisgruppe zugeteilt wird, halte ich für eine sehr gute Idee, da ansonsten die „Gefahr“ besteht, mit einer solchen Flut an Eindrücken aus unterschiedlichsten Rechtsbereichen konfrontiert zu werden, dass am Ende nichts wirklich hängen bleibt.

Ich durfte an mehreren großen Transaktionen und Restrukturierungen mitwirken, und mich dabei in die umfangreichen Vertragswerke einlesen. Von Leasing, Garantien, Hypotheken und verpfändeten Gesellschaftsanteilen hat man ja an der Uni schon so manches gehört, aber viele der Dinge, die bei der Gestaltung der entsprechenden Verträge zu beachten sind, werden einem doch erst wirklich klar, wenn man so etwas vor sich hat. Man nahm sich dabei die Zeit und brachte auch die entsprechende Geduld auf, um einem Neuling wie mir die komplexen rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge hinter den verschiedenen Causen zu erklären. Das war besonders wertvoll, weil es einem erst dann wirklich klar wird, was eine Wirtschaftskanzlei in dem Bereich denn überhaupt so macht und welche Rechtsfragen sich dabei stellen.

Auch dass die Praktikanten in den ersten Tagen eine Einschulung in die gängigen juristischen Datenbanken RDB und LexisNexis erhielten und danach selbständig juristische Recherchearbeiten durchführen durften, empfand ich als sehr hilfreich. Ich konnte, obwohl ich doch kein blutiger Anfänger beim Recherchieren war, einiges dazulernen und nützliche Tipps und Tricks für den Umgang mit diesen Tools mitnehmen.

Keinesfalls unerwähnt bleiben dürfen auch der gemeinsame Besuch der „Wiener Wiesn“ und das Justizclubbing als krönender Abschluss des Monats. Ein Dankeschön auch dafür!

Insgesamt war mein Praktikum also ein voller Erfolg. Ich habe viel dazugelernt und werde auch in Zukunft gerne an diese Zeit zurückdenken. Ich kann es Studierenden, die den Betrieb einer großen Anwaltskanzlei gerne einmal von innen sehen würden, nur ans Herz legen, sich bei Eisenberger & Herzog zu bewerben. Danke nochmals an das ganze Team von E&H!

Philipp Bertsch war im Sommer 2016 Praktikant bei Eisenberger & Herzog in Wien