Da wohl die typische „Target Group“ dieses Praktikumsberichts interessierte Studierende sind, ist mein Bericht auch dahingehend formuliert, um einen möglichst mehrwertigen Einblick zu geben. Juristisch gesagt also eine ex post Betrachtungsweise 😉

AUSGANGSPOSITION:
Ich bin im vorletzten Semester meines Diplomstudiums der Rechtswissenschaften und habe bisher noch kein Praktikum bei einer Anwaltskanzlei gemacht. Da ich unbedingt wissen wollte, wie der Spirit und die Arbeitsweise in einer Großkanzlei sind und da mir E&H beim Moot Court Zivilrecht aufgefallen ist, habe ich mich nach genauerer Recherche auf der Website von E&H mit großem Interesse für ein Praktikum im Juli 2019 beworben. Der Bewerbungsprozess ist unkompliziert und die Bearbeitung ging rasch vonstatten.

TIPP ZUR BEWERBUNG:
Wichtig finde ich an dieser Stelle, sich einmal kurz die zahlreichen Praxisgruppen bei Eisenberger & Herzog anzusehen, sodass eine qualifizierte Entscheidung getroffen werden kann, wo man das Praktikum absolvieren möchte. Denn bei E&H ist man ein Monat derselben Praxisgruppe zugeteilt – das hat den großen Vorteil, ein Fachgebiet intensiv kennenzulernen und somit einen möglichst fundierten Einblick zu erhalten. Zur damaligen Zeit habe ich gerade für meine Fachprüfungen im öffentlichen Recht gelernt, was ich sehr spannend fand, somit wollte ich in diesem Gebiet mein Praktikum machen.

DAS PRAKTIKUM:
Ich war in der (in Wien relativ kleinen) Praxisgruppe von Frau Mag. Ulrike Sehrschön, LL.M. Ihre beiden Konzipienten waren meine unmittelbaren Ansprechpartner. Allgemein fühlte ich mich exzellent betreut. Die Arbeit selbst war sehr abwechslungsreich, vom Energierecht über Telekommunikationsrecht, Europarecht, Verfassungsrecht, Gesellschaftsrecht und Baurecht bis hin zu Vergaberecht und exotischen Materien wie Schifffahrtsrecht habe ich in vielerlei Rechtsgebieten gearbeitet und konnte somit aus erster Hand erleben, wie durchdringend das öffentliche Recht in der Gesellschaft ist. Diesen „Blick hinter die Kulissen“, hinter bekannte Unternehmen, fand ich auch persönlich sehr interessant.

DAS UMFELD:
Die Arbeitsaufträge waren von hohem Niveau. Ich hatte den Eindruck, dass ich als Praktikant einen bedeutenden Beitrag leisten konnte, was ein sehr gutes Gefühl war und auch zeigt, dass die Tätigkeit des Praktikanten bei E&H sehr wertgeschätzt wird und somit vom berühmt-berüchtigten Kaffeekochen „Galaxien weit“ entfernt ist! (Als Nicht-Kaffeetrinker habe ich somit nach wie vor keine Ahnung, wie man die Kaffeemaschine bedient 🙂 ). Sämtliche KollegInnen sind sehr nett und hilfsbereit. E&H bietet diverse Social Events, wo wir PraktikantInnen auch eingeladen waren. Darunter befanden sich etwa ein Beachvolleyball-Spielen oder der Legal Tech Hub. Mein persönliches Highlight war das Get-together am Naschmarkt und das anschließende gemeinsame Ausgehen im Volksgarten.

KURZ:
Das Praktikum bei E&H war für mich eine hervorragende Gelegenheit, kurz in das „Leben“ einer der bekanntesten und größten Rechtsanwaltskanzleien Österreichs einzutauchen, die Arbeitsweise und den Arbeitsalltag eines Wirtschaftsanwalts im öffentlichen Recht kennenzulernen und sehr viel an juristischer als auch Lebenserfahrung zu sammeln.

Julian Schedl war im Juli 2019 Praktikant bei Eisenberger & Herzog in Wien.