Heute haben wir das Vergnügen zwei unserer Assistentinnen vor den Vorhang zu holen:  Julia Horvath und Iris Bischof – vielen Dank, dass ihr euch für unser Gespräch heute Zeit genommen habt.


Steigen wir gleich mitten ins Thema ein.

Das heurige Jahr hat’s ja durchaus in sich. Wie habt ihr denn die ganze Situation im Lockdown und Home-Office erlebt?

JH: Die Kanzlei hat sehr früh mit Präventivmaßnahmen angefangen, um uns rechtzeitig auf eine etwaige Home-Office Umstellung vorzubereiten. Dadurch hat das Ganze dann reibungslos funktioniert. Ich war aber anfangs echt überrascht, dass das mit dem Lockdown schlussendlich so rasch über die Bühne ging.

IB: Stimmt, wir waren pünktlich zur Pressekonferenz, wo sie den Lockdown verkündeten, sozusagen schon alle mit einem Fuß im Home-Office. Und ja: es hat wirklich sehr gut funktioniert, obwohl natürlich einige physische Aufgaben wie zum Beispiel die Dokumentenverwaltung und Botengänge weggefallen sind.

JH: … dafür war es umso wichtiger eine gute Kommunikation im Team aufrecht zu erhalten. Wir waren zwar durch die täglichen Teamcalls immer in Kontakt, aber da wir alle schon recht lange zusammenarbeiten, fehlt einem dann doch der persönliche Umgang mit den Kollegen schon sehr.

IB: (amüsiert) Bei uns gab es sogar ab und an spontane Videocalls am Morgen. 🙂 Aber du hast vollkommen recht, der soziale Austausch, auch wenn es nur eine kurze Plauderei oder ein fragen-wie-es-läuft war, das hat wirklich sehr gefehlt. Natürlich macht man das telefonisch auch, aber das ist einfach ganz was anderes.

Das heißt ihr seid froh wieder im Office zu sein?

IB: Absolut. Aber man weiß ja nie, wie sich die derzeitige Situation iZm Corona entwickelt, deshalb genieße ich es jetzt vor Ort zu sein.

JH: Worauf wir uns immer sehr gefreut hatten, waren die Socialising Events im Sommer.

IB: Stimmt, vor allem, weil man so die Möglichkeit hatte, auch mit unterschiedlichen Mitarbeitern, die man sonst nicht so oft sieht, zu plaudern. Das geht aufgrund Corona zurzeit halt leider nicht.

Das ist absolut richtig. Bleiben wir noch ein wenig bei euch. Könnt ihr uns ein wenig Einblick in euren Werdegang geben? Wie lange seid ihr denn schon bei E&H

JH: Eigentlich habe ich eine HBLA mit Schwerpunkt Tourismus abgeschlossen, aber als ich im Dezember 2014 bei E&H angefangen habe, hatte ich bereits Erfahrungen in einer Kanzlei gesammelt. So wusste ich bereits, dass mir der Assistenzjob gefällt und worauf ich mich „einlasse“. Besonders die familiäre Atmosphäre und der freundliche Umgang mit allen hier, vom Partner bis hin zur Assistentin, ist mir damals schon beim Vorstellungsgespräch positiv aufgefallen.

IB: Mein Start war etwas anders (lächelt). Ich bin hier ohne Kanzleivorerfahrung 2017 an Bord gekommen. Davor habe ich erste Erfahrungen im Büro sammeln können – zb. bei der Deutschen Handelskammer. Von der Ausbildung bringe ich einen HAK-Abschluss mit Schwerpunkt „internationale Wirtschaft“ mit. Das tolle war, dass ich mich wirklich schnell reingefunden habe, weil mich die Kolleginnen so unterstützt haben. Das war mir immer wichtig, dass man gemeinsam im Team arbeiten kann und kompliziertere Aufgaben auch gemeinsam lösen kann.

… und haben sich eure Erwartungen erfüllt?

IB: Total! Wie Julia schon gesagt hat: es ist wirklich familiär, es gibt keine Ellbogentechnik, oder ähnliches, ich höre immer ein „Bitte“ und ein „Danke“ und ich komme jeden Tag aufs Neue gerne in die Kanzlei.

JH: Bei mir haben sich die Erwartungen eigentlich mehr als erfüllt. Denn im Vergleich ist E&H natürlich größer und internationaler, aber von den Menschen einfach wirklich harmonischer. Ich kann jederzeit auf jeden zugehen – egal ob Partner, Anwalt oder Konzipient.

Wie schaut denn euer Arbeitsalltag aus? Gerade bei Assistenzpositionen kann ja von eintönig bis komplett überfrachtet, alles dabei sein.

IB: Also ich finde es gibt nicht wirklich einen Alltag. Jeder Tag ist anders.

JH: Gerade in den Corporate Teams, zu denen wir gehören, stehen einfach durch die so unterschiedlichen Projekte sehr unterschiedliche Themen an. Zu 80% weiß man vorher nicht was der Tag bringen wird 🙂

IB: Ich starte jeden Morgen mit der ERV Abfrage und leite die eingelangten Schriftstücke und Beschlüsse umgehend an die Juristen weiter. Entwürfe, Lektorat, Formatierungen, Formulierungen – auch auf Englisch – Botengänge, über Reisemanagement oder Termine organisieren – da ist einfach alles dabei. Gestern habe ich beispielsweise wieder eine Präsentation mit diversen Chart-Grafiken erstellt.

JH: Die Klassiker sind natürlich das Arbeiten im Advokat und das Erstellen von Honorarnoten. Besonders spannend finde ich vor allem Firmenbuchanträge, da man auch Einblick in riesige Projekte wie zb den Kauf oder Verkauf eines ausländischen Einkaufscenters durch einen Investor, erhält. Wenn man dann darüber in der Zeitung oder im Internet liest – freut mich das dann schon jedes Mal!

Kann es nicht gerade bei solchen großen und internationalen Projekten stressig werden? Wie geht ihr damit um?

IB: Stressige Situationen gehören dazu, wenn ein Schriftsatz, oder Ähnliches abzugeben ist, dann muss das manchmal ganz schnell gehen. Aber da hilft die Erfahrung und auch, dass ich mein Team einfach sehr gut kenne – da kann man gut einschätzen, wer jetzt gerade unter Strom steht und versucht somit eine große Unterstützung zu sein.

JH: Ja, ich finde auch – stressig kann’s schon mal werden. Aber auch wenn’s heiß hergeht, das Signing gerade ansteht, der Mandant noch keine Rückmeldung gegeben hat oder ähnliches – der Umgangston untereinander ist immer respektvoll und wertschätzend.

Aus eurer Sicht: welche Eigenschaften sollte eine gute Assistentin mitbringen?

IB: Gewissenhaftigkeit. Mir ist es nämlich schon sehr wichtig, dass das was ich mache, gut und möglichst fehlerlos ist.

JH: Genau, ist bei mir auch so. Einfach nochmal mindestens einen zweiten Blick auf E-Mails, Schriftsätze und Co. werfen und zur Not auch mal eine nette Kollegin bitten das nochmal durchzulesen (lacht und schaut Iris an).

IB: Anfangs wusste ich auch nicht so genau wie man mit MandantInnen in Kontakt tritt oder wie man bestimmte Themen nach Extern kommuniziert, aber das lernt man einfach und dann geht alles schon fast wie von selbst.

JH: Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft sind weitere wichtige Eigenschaften, die ein gutes Team ausmachen.

IB: Ja, absolut. Man sollte nicht gegeneinander arbeiten, denn bei guter Laune lässt es sich natürlich stets leichter arbeiten!

Schön, dass solche positive Menschen bei uns sind und vielen Dank, dass ihr euch Zeit genommen habt.

JH & IB: Gerne 🙂