Die Verantwortlichkeit für die Einhaltung der Verwaltungsvorschriften stellt einen wichtigen Aspekt in jedem Unternehmen dar. Gemeinsam mit Business Circle hat Eisenberger & Herzog (E&H) zu diesem Thema am 26.02.2019 zu einem Legal Breakfast ins weXelerate geladen, wo rund 70 Gäste einem höchst spannenden Vortrag der E&H-Rechtsexperten Univ. Prof. Dr. Georg Eisenberger und Dr. Christina Hofmann folgten.

Beide Vortragende gingen ausführlich auf die Struktur des § 9 VStG ein, nach der die verwaltungsstrafrechtliche Verantwortlichkeit grundsätzlich alle Außenvertreter trifft und diese bei Verstößen auch persönlich bestraft werden. Sie wiesen ebenfalls auf die Konsequenzen und Probleme dieses Systems hin, wie insbesondere mehrfache Verurteilungen bei mehreren Außenvertretern, höhere Strafsummen bei mehrfachen Bestrafungen und die Schwierigkeiten bei der effizienten Kontrolle bzw. Errichtung von strafbefreienden Organisationssystemen in Unternehmen. Beide Rechtsexperten stellten dann aber auch die Möglichkeiten der Bestellung von verwaltungsstrafrechtlich verantwortlichen Beauftragten dar, die diesen Problemen entgegenwirken und eine Delegation der verwaltungsstrafrechtlichen Verantwortlichkeit sowohl auf einzelne Außenvertreter als auch auf andere Personen ermöglichen. Ausführlich erörtert wurden auch die jeweiligen Voraussetzungen und Wirksamkeitsanforderungen für die Aufteilung und Bestellung von verantwortlichen Beauftragten.

Prof. Eisenberger und Dr. Hofmann haben die komplexe Thematik anhand von konkreten Beispielen sehr aufschlussreich dargestellt und sind auf zahlreiche Fragen aus dem Publikum eingegangen, was einen guten Einstieg in eine rege Diskussion beim Frühstück bot.