Das gerichtliche Strafrecht im Unternehmensalltag umfasst weit mehr als Betrug, Korruption oder Geldwäsche. Auch im Gefolge von Übertretungen arbeits- und verwaltungsrechtlicher Bestimmungen können sich strafrechtlich zu ahnende Delikte realisieren. Die Staatsanwaltschaft kann ihre Ermittlungen insbesondere gegen Führungskräfte richten, sollten z.B. aufgrund von Verstößen gegen arbeitsrechtliche Vorschriften Menschen zu Schaden gekommen sein.

Gemeinsam mit Business Circle lud Eisenberger & Herzog (E&H) dazu am 12. Dezember 2019 ins weXelarate ein, wo unzählige Gäste an dem gemeinsamen Vortrag der Arbeits- bzw. Strafrechtsexperten, Dr. Jana Eichmeyer und Mag. Mario Spanyi teilnahmen.

Die beiden Vortragenden gaben einen Überblick über die verschiedenen Aspekte arbeitsrechtlicher Schutzvorschriften, wie Arbeitsstätten-Verordnung, Arbeitszeitgesetz und ASchG und legten ihren Fokus dabei explizit auch auf die Aspekte psychischer Gesundheit. Ausführlich behandelt wurde die strafrechtliche Verantwortlichkeit der Unternehmensleitung sowie des unmittelbaren Vorgesetzten des Geschädigten bei Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung in Zusammenhang mit Nichteinhaltung von Arbeitnehmerschutzvorschriften. Die beiden Experten von E&H analysierten die strafrechtliche Beurteilung von Sachverhalten mit Arbeitsrechtsbezug und erläuterten die wesentlichen Voraussetzungen der Strafbarkeit anhand von anschaulichen Fällen aus ihrer Praxis. Schließlich gaben sie den Teilnehmern wichtige Tipps für das Handling von Ermittlungsverfahren mit auf den Weg.

Dr. Eichmeyer und Mag. Spanyi haben die komplexe Thematik sehr praxisnah dargestellt und gingen auf die zahlreichen Fragen der anwesenden Gäste ein.